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Vom Leben in vier Ecken

7. Okt.
4 Min. Lesezeit

und wie ich meine diesen Sommer größer machte


Was bisher geschah...


Diesen Sommer habe ich mich befreit


  • von einem Konstrukt - in dem ich lange Jahre lebte

  • von einem Gefühl - so eng wie ein Korsett

  • von einem Zustand - der sich energielos anfühlte

  • von vier Wänden - die sich nicht mehr nach meinem Leben anfühlten

  • von Erwartungen- die ich nicht (mehr) erfüllen wollte


Ich weiß nicht genau, wann der Gedanke zum ersten Mal in meinem Herz keimte. Ich weiß nur - ich habe ihn lange nicht wachsen lassen - ihm keine Liebe, Zuwendung, kein Wasser zum Leben gegeben.


Wie die armen Tomatenkeimlinge auf meinem Balkom, die ich verdursten ließ oder die Zinnienjungpflanzen, die es nicht über ihre Anzuchtschale hinausschafften.


Mein Herz tat weh, als ich sie so sah - diese müden Pflänzchen, die lange um ihr Wachstum kämpften und es dann doch nicht in den Garten geschafft haben. Und als ich sie so leidsam (und ein bisschen wütend) betrauerte, war da dieser Gedanke in mir:


Wenn immer die selben vier Ecken - in denen wir leben, arbeiten und denken bzw. metaphorisch gesprochen in denen wir einst gepflanzt wurden und geblieben sind, unsere Grenzen sind - wie sollen wir dann wachsen und aufblühen? So ganz ohne neue Impulse, neue Inspiration, neue Gefühle für neue Dinge, die wir unterwegs entdecken? Ohne neue Begegnungen, die unser Leben reicher machen? Ohne unsere Welt Stück für Stück immer wieder ein bisschen größer und weiter zu machen, indem wir die Trampelpfade anstatt bekannte Wege nehmen?

Wieso wundern wir uns dann, wenn unser Leben nicht so verläuft wie wir es vor unserem inneren Auge wachsen sehen haben? Und wieso geben wir dann auch noch, so gerne die Verantwortung dafür ab? (sorry Alex, ich liebe dich - du warst natürlich nicht verantwortlich fürs Vergehen der Jungpflanzen).


Mit diesem Gedanken wurde mir klar:


Die Pflanzen hatten es mit so wenig Nährboden nicht geschafft dem Gefängnis ihrer Anzuchtschale zu entkommen - für mich wollte ich das nicht!

Es brauchte also eine Veränderung:


Befeuert (oder eher bewässert) traf ich einige folgenreiche Entscheidungen:


  • wie verließen unsere Wohnung und zogen in unseren Hexenhausgarten (ja, so richtig in den Garten mit Bett draußen und so)

  • wir adoptierten einen weiteren Hund aus den Bergen Mazedoniens (ziemlich unvernünftig würde Väterchen Verstand dazu sagen)

  • ich meldete mich zu einer Musenreise an (ohne wirklich zu ahnen was das bedeutet)

  • ich traf eine große Entscheidung für meine berufliche Karriere (auch ohne wirklich zu ahnen was das bedeutet)

  • und ich buchte das kostspielige Erfolgsmentoring (auch wenn das im Sanierungsbudget sicher nicht eingeplant war)



Die Folgen meiner Entscheidungen:


  • ich schlief von Mai bis Mitte August fast jede Nacht unter freiem Himmel im Gartenbett unter funkelnden Sternen im Mondlicht

  • ich verbrachte Stunden, Tage, gefühlt Wochen alleine und in Ruhe mit mir und meinen Tieren

  • ich gab dem Coaching wieder eine Chance und begleitete als Trainerin zwei pferdegestützte Führungskräftetrainings in Stuttgart

  • ich malte, zeichnete, bastelte, pflanzte, schrieb, musizierte und kreierte viele Kunstwerke

  • ich hatte eine systemische Aufstellung mit meinem Pferden, die viel Klarheit brachte

  • ich bewunderte Milliarden von Glühwürmchen in lauen Sommernächten von meinem Bett aus

  • ich hostete als Moderatorin, Gastgeberin und Coachin mein erstes Teamevent einer namhaften Firma am Hexenhaus (ja auf der Baustelle und ja das ging tatsächlich und war wunder-voll)

  • ich bot Menschen meine Hilfe an und unterstützte sie (trotz der riesen Baustelle an unserem Häuschen - einfach weil ich meiner Freude und meinen Werten folgte)

  • ich gab meine ersten Klangreisen und weitere Klangmassagen im Garten

  • ich habe wundervolle neue Menschen kennengelernt und bestehende Freundschaften vertieft

  • ich hatte meinen ersten Stand auf einem Hoffest und hab Erwachsene und Kinder Sonnenfänger kreieren lassen

  • ich besuchte nach Jahren einen Ort, vor dem ich lange Angst hatte, weil ich sicher war, er würde mich so tief berühren, dass Veränderung dann keine Option mehr wäre (hat er natürlich auch)

  • ich hab meine Website veröffentlicht, obwohl sie mir eigentlich nicht mehr ganz entspricht (wartet nämlich schon seit 2 Jahren darauf, dass ich den "Veröffentlichen"-Knopf drücke)

  • ich lud immer wieder Menschen ein, mit denen ich gestaltete, kreierte, kochte, lachte das Leben feierte und genoss.





und ich erlaubte mir alles zu fühlen was dazwischen lag:


  • die Angst nicht zu genügen

  • den Mut zu scheitern

  • die Wut darüber, dass ich solange immer nur gefallen wollte

  • die Leere, wenn mir die Kraft fehlte, meine Ideen umzusetzen

  • den Vorwärtsdrang, wenn plötzlich alles ganz klar war

  • die Stille zwischen zwei Fragen und einer Erkenntnis

  • das Vetrauen, von dem ich glaubte ich hätte es verloren

  • das Chaos in meinem Kopf, wenn da zu viele Ideen waren

  • die Erkenntnis, dass es meinem Naturell entspricht, meine Todo-Liste wachsen anstatt schrumpfen zu lassen

  • und die damit einhergehende Überforderung

  • die Ungeduld mit mir Selbst

  • die Konflikte, die entstanden, als ich noch ein Stückchen mehr ich Selbst wurde

  • das Aus- und Durchhalten als andere zweifelten und auch ich noch nicht so ganz sicher war



Die 3 Wünsche


Und wenn nach diesem Sommer nun eine gute Fee es mir erlauben würde 3 meiner Wünsche für Dich auszusprechen (um Dich vielleicht aus deinen Ecken ausbrechen zu lassen) - dann würde ich Dir aus meiner Erfahrung heraus aus tiefstem Herzen dies für Dich wünschen:


  1. Umgib Dich mit Menschen, die Dich inspirieren und nimm Dir gleichzeitig Raum für Dich selbst

    (PS. Das geht auch in Gemeinschaft - ich hab´s für Dich ausprobiert).



  1. Kreiere und gestalte (aus Lust und aus Freude) mit dem was gerade da ist und ohne künstlerischen Anspruch (vor allem nicht an Dich).




  1. Lerne Dich noch besser kennen, spüren und lieben mit allem was dazugehört (ja, bitte auch mit all deinen Ecken und Kanten - die sind wichtig zum ausbrechen), probier Dich aus und lass dich von deinem Ur-Vertrauen an die Hand nehmen (auch und besonders wenn dein Verstand das alles andere als vertrauenswürdig findet!).


Ich für meinen Teil weiß noch nicht genau wo mich dieser Sommer hinführen wird (aber ich bin sicher: ich werde mit 120 noch im Schaukelstuhl meinen Ur-Enkeln davon erzählen).

Der Herbst ruft und ich bin unterwegs mit (un)gewissem Ziel - immer Richtung Lebensfreude, Leidenschaft und Liebe zu allem, was dazugehört.


Kommst Du mit mir? Ich geh bunter, wilder, stiller, weiter, kreativer Leben.


Begleite mich gerne

(oder lass Dich von mir begleiten)


Im Oktober findest Du mich und meine Angebote auf dem Lebenshof Hinkelsberghof in St.Wendel.


Hier kannst Du in meinen liebevoll gestalteten Räumen ganz in Dich und dein Vertrauen abtauchen oder dein inneres Kind zum Entdecken und Kreieren einladen.



Jetzt anmelden - Events im Oktober:


Stille & Klang
24. Oktober 2026, 18:00–22:00 UhrHinkelsberghof
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Gestalten meets Waldbaden - Sonnenfänger Edition
25. Oktober 2026, 10:00–14:00 UhrHinkelsberghof
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Ich freu mich auf Dich - aus vollem Herzen!

Deine Catharina

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